Atlantik – Tag 10

Dienstag 31. Juli 2018

St. Aubin du Cormier – Sillé-le-Philippe

Auf dieser Route bewegte ich mich ausserhalb des französischen „Schwarzwaldes“, dafür wieder durch die typisch französische Hügellandschaft mit vielen Flüsschen:

Rast am Bach

unterwegs

Gegen Abend einmal mehr die Suche nach einem Campingplatz. Das Navi schlug mir einen vielversprechenden Platz vor, leistete sich aber einige Routenscherze mit unbefahrbaren Wegen bis ins Ziel. Nicht lustig, denn wenn man sich einmal entschlossen hat, einen Übernachtungsort anzusteuern, ist die Luft draussen und jeder Meter tut weh, besonders wenn er anstrengend ist. Dafür wurde ich am Ende belohnt mit einem ganz speziellen Campingplatz, der aus dem Anwesen eines ehemaligen Herrschaftssitzes (Château de Chanteloup) eine originelle Geschäftsidee entwickelt hat:

Chanteloup 1 Chanteloup 2Chanteloup 3

Die Nähe zur Formel-1-Stadt Le Mans ist wohl der Grund, weshalb dieses Anwesen fest in der Hand britischer Gäste liegt (Ausser meine Platznachbarn: Ich durfte einen Abend lang zürichdeutsche Diskussionen zwischen Vater und Kindern anhören). Alles ist hier gehoben: Restaurants, Animation bis spätabends, im stolzen Preis ist sogar ein ganzer Hochglanzprospekt enthalten. Gleichzeit fand ich mich etwas fehl am Platz unter dieser pologekleideten und Cupli nippenden und ansonsten gelangweilt dreinschauenden Gesellschaft, genoss aber in meinem tagelangen Pilger-Einsiedler-Leben diese Abwechslung. Vom stolzen Preis hatte ich eigentlich keinen Gegenwert: Die sanitären Anlagen waren nicht die besten, die ich erlebte (und fürs Duschen musste ich das ganze riesige Gelände überqueren), mein Zelt war sowieso immer gleich klein, dafür hinderte mich die laute Gästeanimation am Einschlafen.

Karte und Auswertung Tag 10:

Karte Tag 10