Mittwoch 1. August 2018
Sillé-le-Philippe – Pithiviers
Wieder halber Tag Hügel, halber Tag endlose Ebene. Diesmal motivierte mich die Ebene, weil ich durch diesen Wiedererkennungseffekt das Gefühl hatte, schon recht weit gekommen zu sein. Wieder die Suche nach einer Unterkunft. Das Navi schlug mir unter anderem den Parc de la Chesnaie vor. Das hätte mich aber wieder nordwärts auf die Route der Hinfahrt geführt. Ich folgte also einem anderen Vorschlag.
Leider zeigt es mir nicht an, in welcher Ortschaft die Lokalität tatsächlich liegt, nur die Distanz in Luftlinie (lernte ich nach schmerzhaften Erfahrungen mit der Zeit auch mit dem Realitätsfaktor zu multiplizieren…) und grob die Himmelsrichtung. So führte es mich schliesslich in die Stadt Pithiviers, am Ende im dichten und lastwagenreichen Verkehr über eine Haupteinfallsachse. Der Campingplatz „Les Lilas“ war nicht über alle Zweifel erhaben. Aber eine lustige Übersetzung in den sanitären Räumen verdient es beachtet zu werden:
Ich verstehe den Satz so: Ich soll dafür sorgen, dass diese saubere Stelle nach meinem Übergang in die ewigen Jagdgründe weiterhin jedermann zur Verfügung steht und nicht etwa durch eine Erbschaftsverfügung in meinem Testament blockiert ist.
Vom Schweizer Nationalfeiertag merkte ich (abgesehen von den Posts meiner Familie von ihrem rauschenden Fest) hier überhaupt gar nichts. Es waren auch keine Schweizer auf dem Platz, aber eine nette deutsche Familie, die mit dem Fahrrad von Paris zur Loire-Radroute unterwegs war.